Mundart am Niederrhein
So klingt ein Stück Zuhause
Am Niederrhein wurde früher ganz selbstverständlich „Platt“ gesprochen. Beim Einkaufen, auf der Straße oder einfach über den Gartenzaun hinweg – überall hörte man den Dialekt. Viele ältere Menschen erinnern sich noch gut daran, wie vertraut diese Sprache klang.
Da wurde geschnackt, gelacht und auch mal einer „op d’r Schipp genom“ – also ein bisschen aufgezogen. Viele vermissen das heute, aber ganz weg ist es nicht. Und wenn doch mal ein plattdeutscher Satz fällt, dann gilt oft: „Wat fott es, es fott“ – aber die Erinnerung bleibt. Für viele Seniorinnen und Senioren ist die Mundart eng mit Erinnerungen verbunden. Dialekt ist eben nicht nur eine Art zu sprechen – er gehört zum Leben dazu. Mundart ist Heimat. Und die trägt man ein Leben lang im Herzen.
Am 8. Juli steht am Kaiserplatz deshalb unser schöner Niederrhein mit seinem unverkennbaren Platt und dem ein oder anderen typisch rheinischen Leckerbissen (natürlich darf auch ein leckeres, kaltes Alt nicht fehlen!) im Mittelpunkt. Dann lädt die Begegnungsstätte zum „Niederrheinischen Bistro“ ein.
Besonders freuen wir uns auf den Besuch einiger Damen, die im Willicher Heimatverein „Kamps Pitter“ aktiv sind und die unseren Gästen Geschichten „op Platt“ mitbringen.
Für ein besonderes musikalisches Highlight sorgt Herr Christoph Carlhoff mit seiner Gitarre und einem großen Repertoire an Liedern, die er in Mundart vorträgt. Der Leiter des Anrather Mundartchors „de Leddschesweäver“ freut sich, wenn viele Besucher gemeinsam mit ihm auf Platt singen.
So kommt bei diesem besonderen Bistrotag das zusammen, was den Niederrhein ausmacht:
Mundart, leckeres Essen, Musik und vor allem das Miteinander und rheinische Geselligkeit.
Un um es op Platt zu sagen: Dat wird richtig jood!



